Medizinische Behandlung mit Blutegeln und Maden
Diabetes und schlecht heilende Wunden sind immer häufiger Ursache für Amputationen.
1/3 der Betroffenen könnten ihre Füße oder Zehen behalten, wenn der behandelnde
Arzt rechtzeitig Maden einsetzen würde. Die Behandlung mag exotisch klingen,
aber sie ist oft effektiver als der Einsatz von Antibiotika. Und kostengünstiger!
Biotherapie statt Pharmakeule?
Wer an schwerer Kniegelenksarthrose leidet, hat Dauerschmerzen und muss
oft sogar Morphine nehmen. Der regelmäßige Einsatz von Blutegeln könnte
60 Prozent der Patienten wenigsten für ein paar Monate weitgehend von den
Schmerzen befreien. Bei einer Egelbehandlung setzt der Arzt dem Patienten
drei bis 12 der kleinen Vampire auf die betroffenen Stellen. Und wartet
bis die kleinen Sauger nach einer halben Stunde gesättigt wieder abfallen.
Egeltherapie ohne Ekel?
Die beiden Filme „Ekelhaft Gesund – Blutegel und Maden“ erzählen den spannenden Aufstieg, den dramatischen Fall und die überraschende Renaissance des Blutegels und der Made in der westlichen Medizin und die ambivalente Beziehung, die wir Menschen zu diesen kleinen „Monstern“ haben. Eine Liaison zwischen Anziehung und Ekel. Trotz unserer als natürlich empfundenen Abneigung, raten immer mehr Ärzte, Blutegel und Maden ganz nah an unsere Körper zu lassen... Denn was könnte für Rheuma geplagte Glieder besser sein, als ein Dutzend kleiner Egel-Vampire auf der Haut? Und wer reinigt schwer heilende Wunden besser als die kleinen Maden, die sich aus Fliegeneiern entwickeln? Ist der neue Biotherapie-Hype einfach nur ein neuer Modetrend? Oder sind die kleinen Kriecher wirklich ein Wunder der Natur?
Eine zweiteilige Dokumentation der OVAL Filmemacher
Zum Download